„Stiefmutter der russischen Städte“ – Russlands Dichter im Berlin der zwanziger Jahre

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Bis 1923 flohen rund 600.000 Russen nach Deutschland. Mehr als die Hälfte von ihnen kam nach Berlin und ließ sich rund um den Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße nieder. Unter denen, die dem bolschewistischen Regime ganz oder zeitweilig den Rücken kehrten, war die Creme der russischen Literatur. Die Reihe der Namen reicht von Maxim Gorki über Wladimir Majakowski bis hin zu Marina Zwetajewa. Heimisch wurden freilich die wenigsten in Berlin, der „Stiefmutter der russischen Städte“, wie Wladislaw Chodassewitsch die Spreemetropole in einem Gedicht genannt hat.

Lesetipp! Wolfgang Feyerabend: Von Alex bis Zoo. Literarische Orte in Berlin, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2011